TECHNOLab

Das TECHNOLab dient als Maker-Werkstatt (Offener Hightech-Maschinenpark) und Co-Working-Space (offenes Zusammenarbeiten). Damit wird es zum Anlaufpunkt für „schwäbische Tüftler“, für kreative Nerds, Schülerinnen und Schüler, für innovative Unternehmen, Start-ups und Hochschulteams. Zusammengefasst ist das TECHNOLab ein Zentrum für Hightech-Prototypen-Entwicklung und Ideenplattform für Tüftler und Forscher, Start-ups und Industriebetriebe.

Das Projekt initialisiert und fördert eine “Maker-Bewegung” in Heidenheim und es wird zum Mittelpunkt der „Gründungsszene“ in Heidenheim. Dabei dient das Lab als neues Wirtschaftsförderungstool, um neue Start-ups-und Gründungsideen zu verwirklichen und Firmen anzusiedeln. In einer aktiven Verbindung zur DHBW Heidenheim und zu örtlichen Schulen wird zusätzlich unternehmerisches Denken vermittelt. Schwerpunkt der Arbeit im Lab ist das „Internet der Dinge“, d. h. die Verbindung von Software, Maschine und Dingen.

Dazu sind drei Werkstattausrichtungen in einem modernen „Makerspace“ definiert worden:

  • Co-Construction-Space, moderner Maschinenpark für kleinteiligen Prototypenbau
  • Future Space, Raum für virtuelle Realität, augmented reality, Entwicklung von Hardware und Softwarelösungen
  • Outdoor Space: „free-gardening“ Bereich in der Tradition des Brenzparks, Eventfläche an der Brenz und Treffpunkt der Maker-Szene.

Standort für die Entwicklung ist das ehemalige Ballenlager und das ehemalige Sengegebäude auf dem nördlichen WCM Areal. Dadurch ergeben sich vor allem die Nähe zur Hochschule, zur Stadt (Bahnhof) und eine neue Schnittstelle zur Zukunftsakademie an einem räumlichen Standort.

Voraussetzung für ein TECHNOLab

Das TECHNOLab in Heidenheim ist der Entwicklungsschritt zur Neuaufstellung der Technologiezentrum Heidenheim GmbH. Dieser Schritt ist notwendig, um mit den derzeitigen Entwicklungen und den Trends der „Start-up-Szene“ in Baden-Württemberg Schritt halten zu können und sich den regionalen Erfordernissen anzupassen. Eine Infrastruktur für Startups und Forschungsentwicklungen muss hierbei folgendes leisten:

– Nähe zur Hochschule
– Nähe zur Innenstadt und zum Bahnhof
– Anbindung an eine Bundesstraße
– Moderne und ansprechende Ausstattung (Möbel und technisches Equipment)
– Offene Austauschmöglichkeiten
– Zugang zu schnellem Internet und zu moderner Maschineninfrastruktur

Meilensteine

Um das angedachte Konzept umsetzbar zu gestalten, konnten im Vorfeld bereits wichtige Teilaufgaben erledigt werden:

– Aufnahme des Ansatzes in das Konzept der Start-up Region Ostwürttemberg (Förderung Personalstelle mit 99.000 Euro für 2,5 Jahre).

– Verknüpfung mit dem Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg (DigiHub) als Mieter und Unterstützer des Maschinenparks (die IHK Ostwürttemberg als Träger des DigiHub stellt für die Ausstattung ca. 254.000 Euro).

– An der Finanzierung des DigiHub beteiligen sich der Ostalbkreis mit 67.200 Euro und der Landkreis Heidenheim mit 44.800 Euro pro Jahr bis 2028 (vgl. Kreistagsbeschluss Heidenheim vom 16.07.2018).

– In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Heidenheim konnte im Schwabenbund die Zustimmung zum Konzept und die Unterstützung bei der Antragsstellung für die Ausbauförderung durch einen Antrag aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) erreicht werden.

– Abstimmung und Vorprüfung mit dem MLR zum einzureichenden ELR-Antrag erfolgt (Antragsstellung bis zum 30.09; 50 % Förderung max. 750.000 Euro).

– Gesellschafterbeschluss der ITZ gGmbH mit dem Ziel, eine vertiefte und klar geregelte Zusammenarbeit der TZ Heidenheim GmbH mit der Innovations- und Technologietransferzentrum gGmbH zum TECHNOLab zu vereinbaren. Mit der Zusammenarbeit beider Gesellschaften wäre die DHBW Heidenheim als Partner direkt im TECHNOLab Heidenheim integriert und alle praxisrelevanten Studentenprojekte könnten im Lab aktiv arbeiten und ihre Produkte zur Marktreife führen. Dadurch würden sich neben der Vermietung der Struktur auch neue aktive Geschäftsfelder im TECHNOLab erschließen, wie beispielswiese die Anbahnung von Forschungskooperationen, der Technologietransfer, Weiterbildung, KMU-Förderung etc.

– Mit der neu aufgestellten Gesellschaft TECHNOLab endet das Mietverhältnis der TZ GmbH im Epcos-Gelände zum 30.06.2019. Aus der TZ GmbH wird das TECHNOLab. Ein entsprechender Gesellschafterbeschluss erfolgt im vierten Quartal 2018.

– Vorbereitung der Sanierung für beide Gebäude. Die Fertigstellung ist in zwei Bauabschnitten geplant: Eröffnung des Coworking-Space im Ballenlager im September 2019, Eröffnung Maker-Space im Sengegebäude im Dezember 2019.

Bauliche Maßnahmen

1. Umbau ehemaliges Ballenlager im Erdgeschoss zum „Working-Space“

Im ehemaligen Ballenlager wird derzeit der nördliche Teil zur Mensa für die Gemeinschaftsschule am Brenzpark umgebaut. Vorgesehen ist, den südlichen Teil des Erdgeschosses für den Working Space des TECHNOLab umzubauen. Hierzu wird wie bei der Mensa der gesamte Bereich entkernt. Der Gebäudeteil wird von innen gedämmt. Es folgt ein neuer Fußbodenaufbau mit Fußbodenheizung. Die denkmalgeschützte Stahlkonstruktion bleibt sichtbar und erhält einen Brandschutzanstrich. Durch Glastrennwände und Trockenbauwände entstehen verschiedene Raumbereiche. Kern des Raumprogrammes ist ein großer offener Arbeitsbereich mit ca. 16 Arbeitsplätzen. Dazu kommen ein Konferenzraum und eine Teeküche mit kleinem Loungebereich. Für die Verwaltung wird ein Arbeitsplatz und ein Lagerraum vorgesehen. In den offenen Arbeitsbereich wird zudem ein Präsentationsbereich integriert. Zur Verbesserung der Infrastruktur sind zusätzliche WC-Anlagen geplant. Zugemauerte Fenster werden geöffnet und mit neuen Fenstern, entsprechend den Betandsfenstern, versehen. Insgesamt wird die Technik so ergänzt, dass im gesamten Bereich W-Lan und entsprechende Netzwerkanschlüsse vorhanden sind.

2. Umbau ehemaliges Sengegebäude zum „Maker-Space“

Im denkmalgeschützten Sengegebäude ist so gut wie kein Ausbau vorhanden. Hier ist es notwendig, eine entsprechende Infrastruktur mit Heizung und Elektrik einzubauen. Bautechnisch ist, ähnlich wie im Ballenlager, ein neuer Fußbodenaufbau mit Fußbodenheizung und eine Innendämmung geplant. Das Dach wird gedämmt. Die denkmalgeschützten Fenster werden wärmetechnisch mit einem vor gesetzten Fenster ertüchtigt. Für die Heizung ist geplant, diese an die vorhandene Heizung im „Ärztehaus“ anzuschließen. Insgesamt wird ein großer Raumbereich entstehen, in dem unterschiedliche Maschinen zum Prototypenbau, wie zum Beispiel 3D-Drucker, CNC-Fräser, Lasercutter, etc. zur Verfügung gestellt werden. In einem abgetrennten Bereich wird die Infrastruktur wie WC, Hausanschluss, Lager, Server und eine separate Elektronikbibliothek mit einem kleinen Büro ausgebildet. In der Elektronikbibliothek steht eine Sammlung von Bauteilen zum Konstruieren und Planen zur Verfügung.

Kosten

Die Gesamtkosten der Maßnahmen werden auf 1.800.000 Euro geschätzt.
Es ist geplant, den Umbau des Ballenlagers im September 2019 in Betrieb zu nehmen. Die Fertigstellung der Maßnahme im Sengegebäude ist für Ende 2019 vorgesehen.

News

zum Thema

TECHNOlab

16. August 2018
Im Erdgeschoss des ehemaligen Ballenlagers und im ehemaligen Sengegebäude – in der Gelben Halle – auf dem nördlichen WCM-Gelände soll ein TECHNOLab entstehen. Dies ersetzt das Technologiezentrum Heidenheim (TZ GmbH) als neue Innovationsstruktur.